Grundlagen der Osteopathie

Osteopathie ist keine neue Wissenschaft. Ihr Grundkonzept wurde bereits 1874 von dem amerikanischen Mediziner Dr. Still entwickelt. Überträgt man den griechischen Begriff Osteopathie wortwörtlich, so ist darunter "Knochenleiden" zu verstehen. "Osteo" steht hier jedoch aus historischen Gründen stellvertretend für sämtliche Gewebe, die vom Osteopathen behandelt werden:
- Muskeln, Bänder, Gefäßsysteme, Nerven.
Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Stills Konzept der Osteopathie in den cranialen (Schädelsystem), und viszeralen (innere Organe) Bereichen erweitert.

Die Anwendung osteopathischer Medizin setzt genaue Kenntnisse der Anatomie und Physiologie voraus, da der Körper als ganzes funktioniert. Alle Knochen, Muskeln, Nerven und Organe sind direkt oder indirekt miteinander verbunden. Das heißt, nicht immer dort wo der Schmerz auftritt, ist auch die Ursache zu finden. Der Osteopath konzentriert sich bei der Behandlung nicht auf einzelne Krankheiten sondern auf den gesamten Menschen.



Berufsbild:
Die Ausbildung zum Osteopathen dauert in Deutschland 5 Jahre und erfolgt nach den Richtlinien der IFAO (Institut für angewandte Osteopathie) und der bao (bundes arbeitsgemeinschaft osteopathie).